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HINTER DEM VORHANG

Es war im Herbst 2014, „die Kuratorin“ startete mit einer Performance und einer Ausstellung die Ausstellungsreihe „the garageproject“. Cornelius Rinne fragte sich und das Publikum dabei, was sich wohl hinter dem Vorhang befindet. Aber sehen Sie selbst:

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GEDANKEN ZUR KUNSTMARKTPROBLEMATIK

Wenn wir Produkt (Kunstdokument) und Prozess emotional von einander Trennen würden, käme es nicht zu oft sichtbar werdendem Selbsthass bei Künstlern und auch Kunstrezipienten. Ausserdem sollte jeder der Handel in diesem Bereich betreibt endlich begreifen, dass nicht jedes „luxury Gadget“ die Anforderungen eines Kunstdokumentes erfüllt, sondern eben nur der Schmückerei sowohl von Räumen, als auch der Eitelkeit des Erwerbers dient.
Das ist nicht verwerflich sondern nur eine Ausgeburt unserer Gesellschaft, die oft von der Einfältigkeit des Handels in all seinenFacetten bestimmt wird.

In diesem shop versuchen wir Ihnen Angebote zu unterbreiten, die durchaus schmückenden Charakter haben können, aber eben auch den Schritt des Kunstprozesses dokumentieren. Uns ist wichtig, dass Sie in sich hinein schauen und hören, um zu ergründen was gerade, während der Auseinandersetzung mit den Bildwerken, mit Ihnen passiert!

Kunstprozesse sind nicht dazu gedacht nur ein Wohlfühlumfeld zu schaffen, sondern um Gefühle und Gedanken in jedwede Richtung auszulösen. Dies verlangt von Ihnen als Betrachter Arbeit an sich selbst.
Daher auch das hier zu erwerbende Buch „Kunst kann man nicht kaufen„, denn jeder der sie sich erschließen will, muss sich „die Kunst“ erarbeiten!

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„OBJECTS IN THE REARVIEW MIRROR …“

paradise by a dashboard-light

„Objects in the rear view mirror may appear closer than they are…“

Diese Textzeile des U.S.Sängers Meat Loaf überschreibt ein ganz besonderes gARTEnhaus des Bielefelder Künstlers Cornelius Rinne und seines Bochumer Gastgebers Michael Weber.

Das gARTEnhaus7 wird diesmal selbst zum Kunstobjekt und mehr als nur Präsentationsfläche.

Bereits zum siebtenmal öffnen die Eheleute Weber die Türen ihres Gartenhauses für Kunstinteressierte, Nachbarn und Neugierige.

Sa. den 19. 5. 2018 zwischen 15:00 und 19:00 Uhr oder
So. den 20. 5. 2018 zwischen 11:00 und 15:00 Uhr
in der Wiemelhauser Str. 370 in Bochum.

Ulrique und Michael Weber freuen sich auf ihren Besuch !

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VITAE:

Cornelius Rinne wurde am 5. Dezember 1955 in Hannover geboren. Mit 14 Jahren erhielt er privaten Zeichen- und Malunterricht. Das Studium des Kommunikationsdesigns in Hannover schloss er 1980 mit Diplom ab. Danach studierte er, auch in Hannover, Kunst.

Intensiver Austausch mit Künstlern wie Richard Oelze begleitete und ergänzte das Studium. Oelze bat darum, dass Cornelius Rinne, stellvertretend für alle Künstler, zu seiner Beerdigung kommt. Dieser bitte kam Rinne nach. Oelze war auch derjenige, der ihn auf das zeichnerische Werk von Joseph Beuys aufmerksam machte. So kam es, das er 1981/82 im Zuge der „free international University“ an einer freien Studiengruppe Kunst, im Atelier von Joseph Beuys, in der Kunstakademie in Düsseldorf, beteiligt war.

Aus Verunsicherungen über die Allgemeingültigkeit des Begriffes Kunst definierte er diesen, 1983, für sich wie folgt:

„Kunst sind die Geschichten, die ein Mensch in einer selbsterfundenen Sprache erzählt.“

im Nachgang zu seinen „10 Thesen zur Kunst“ formulierte er den Satz 2009 wie folgt um:

„Kunst sind die Prozesse, die ein Mensch in einer selbsterfundenen Sprache dokumentiert.“

An verschiedenen Stellen wurde dieser Satz veröffentlicht. So kam es, dass er auch eine gewisse Allgemeingültigkeit erhielt.

Nach diversen Ausstellungen in den 80er Jahren, wandt Rinne sein öffentliches Arbeitsfeld der Tätigkeit als Illustrator und Designer zu. Ab 1983 leitete er 20 Jahre lang Kurse als Dozent. Neben allgemeinen Zeichenkursen war Aktzeichnung der Hauptschwerpunkt.
Er verweigerte sich, in dieser Zeit, der öffentlichen zur Schau Stellung seiner freien, affirmativen Arbeiten, da für ihn der Anspruch des Kunstmarktes und der Anspruch seiner Arbeit nicht in Gleichklang zu bringen war. Es entstanden in dieser Zeit aber verschiedene offene Schaffenszyklen.

Ab 2005 intensivierte er die kunsttheoretische Arbeit und begann auch wieder auszustellen. Unter anderem stellte er im Kunstverein Heddesheim, im Museum Zandvoort, im Deutschen Freimaurermuseum Bayreuth usw aus. Auch Galerieaustellungen in Städten wie Köln, Hamburg, Berlin und dem europäischen Ausland fanden statt.

2008 wurde er Mitglied der Künstlergruppe „spursuche“. Für diese Gruppe formulierte er „10 Thesen zur Kunst“ und ein Gruppenmanifest. 2010 verließ er die Gruppe wieder. Die Gruppe wurde anschließend aufgelöst.

Er lebt und arbeitet in Bielefeld.